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13.07.2015: Wertschöpfung durch Mediation

Wertschöpfung durch Mediation lautete das Motto der Internationalen Fachtagung zur Wirtschaftsmediation an der Universität Linz. KPMG hat bereits 2009 in seiner Konfliktkostenstudie festgestellt, dass es für Unternehmen angesichts des zunehmenden Wettbewerbs, des schwierigeren konjunkturellen Umfelds sowie der veränderten Kreditkonditionen auf den Finanzmärkten immer wichtiger wird, Kosten möglichst gering zu halten – und auch die Kosten von Reibungsverlusten in der Betrachtung zu berücksichtigen. Dieses Thema hat auch 2015 keineswegs an Brisanz verloren. Hinzu kommen weitere Aspekte wie Fachkräftemangel, Mitarbeitermotivation und zunehmende (psychische) Belastungen, die das wirtschaftliche Handeln prägen. Die Studie von KPMG stellt fest, dass 10-15% der Arbeitszeit in jedem Unternehmen für Konfliktbewältigung verbraucht wird. Fluktuationskosten, Abfindungszahlungen, Gesundheitskosten aufgrund innerbetrieblicher Konflikte belasten Unternehmen jährlich mit Ausgaben in Milliardenhöhe. Potenziale zur Reduzierung dieser Konfliktkosten von mindestens 25% sind vorhanden.

Im Rahmen der Internationalen Fachtagung zur Wirtschaftsmediation stellten sich die Experten die Frage, ob Wirtschaftsmediation zu einer Reduzierung dieser Konfliktkosten beitragen kann. Im Fazit wird bestätigt, dass Mediation kosteneffizient und für alle Konfliktparteien nützlich ist. Der Präsident der österreichischen Nationalbank und langjähriger Topmanager Dr. Claus Raidl sagt: »Ich würde mir wünschen, dass die Mediation als Instrument zur Konfliktlösung in der Wirtschaft noch bekannter wird, weil sie noch viel zu wenig eingesetzt wird«.

Den vollständigen Bericht zur Fachtagung finden Sie auf der Webseite von Mediation aktuell. Link